Bei der weltweit größten Unterhaltungselektronik-Messe, die IFA in Berlin, könnten derzeit nur noch in Zelten und temporären Bauten untergebracht werden, teilte die Messe Berlin mit. «Wir sind bereits über unsere Kapazitäten hinausgegangen», sagte Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin, am 25. August in Berlin.
«Wir sind bereits über unsere Kapazitäten hinausgegangen»
Die Ausstellungsfläche verzeichnet mit 140.200 Quadratmetern einen neuen Höchststand.
Die IFA in Berlin platzt trotz verhaltener Absätze in der Branche aus allen Nähten. Im vergangenen Halbjahr hatte sich der Markt für Unterhaltungselektronik abgekühlt und eher verhalten entwickelt. Der Absatz etwa der Flachbildfernseher, die bislang Zugpferd der Industrie waren, war rückläufig — nach Angaben des Branchenverbandes GFU fiel um 4,7 Prozent.
Die IFA werde aber der gesamten Branche einen deutlich positiven Impuls geben, sagte
Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsrat der gfu und Vizepräsident des ZVEI.
Die IFA hat ihre Themenschwerpunkte in den vergangenen Jahren erfolgreich mit neuen Produktgruppen ergänzt. Vor einigen Jahren kam die sogenannte Weiße Ware dazu. Neue Innovationen bei Haushaltsgeräten sind inzwischen fester Bestandteil der Messe. Die IFA profitiert auch davon, dass zum Beispiel Notebooks immer mehr zu einem Lifestyle-Artikel werden: Hersteller wie Acer und Samsung zeigen ihre neusten Geräte nicht mehr nur auf der CeBIT, sondern bringen sie auch zur IFA nach Berlin mit, berichtet FT Deutschland.
Zu den wichtigsten Trends gehören die fortschreitende Verschmelzung von Fernsehen und Internet, Displays in hoher Auflösung (HD), neue Tablet-Computer und besonders energiesparende Haushaltsgeräte.
Die IFA findet vom 2. bis 7. September in Berlin statt.